Zwischenraum Sterben
Wie gehen wir mit dem Sterben um? Wie können wir das Thema Sterben wieder in die Mitte der Gesellschaft holen, das Sprechen und den Austausch über dieses Thema befördern? Diese und andere Fragen bewegten uns, als wir – ein interdisziplinäres Team aus Kunstschaffenden und Akteuren im Bereich Hospiz und Palliativversorgung – 2019 anfingen, Zwischenraum Sterben als temporären Projektraum mit Ausstellung und Abendveranstaltungen zu konzipieren.
Vom 08. bis 15.10.2022 fand Zwischenraum Sterben schließlich als Projektwoche statt und die Karmeliterkirche München wurde zum Kunstraum: In Installationen und Performances loteten wir den Zwischenraum Sterben aus und luden Besucher*innen bei Podiumsveranstaltungen, Interaktionen und persönlichen Gesprächen zu ihrer eigenen Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Leben im Sterben ein.

Die Woche vom 08. bis 15.10.2022 in der Karmeliterkirche erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber unseren Kooperationspartnern und Förderern, aber auch gegenüber den Besuchern, die wertvolle Impulse gaben und uns durch ihre Interesse stärkten.
Und ganz gewiss ist nach dem Zwischenraum auch vor dem Zwischenraum – und sei es der Zwischenraum, der jedem individuellen Leben eingeschrieben ist. Bis der beginnt, wird aber vielleicht auch noch Zeit sein, das Event weiterzubeleben, in modifizierter Form, zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort. Sollten Sie dazu Ideen oder Vorschläge haben, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme!
Das Zwischenraum-Team

Impressionen aus dem Zwischenraum Sterben

Wenn Sie das Wort „Tod“ mit einem Schlagwort verbinden sollen, welches Wort wäre das?
Transformation
Haben Sie eher Angst vor dem Tod oder Angst vor dem Sterben?
Den Tod fürchte ich nicht, das Sterben, also den Weg dorthin, empfinde ich als Herausforderung. Ich möchte selbstbestimmt entscheiden können, dazu sachliche und korrekte Informationen erhalten, kein Versuchskaninchen werden und niemandem zur Last fallen.
Möchten Sie uns noch etwas mitteilen?
Ich finde es gut, sich mit dem Thema ganz konkret auseinander zu setzen, selbst wenn es keinen Anlass dafür gibt. Das habe ich durch den Tod naher Verwandter gelernt. Man sollte seine irdischen Angelegenheiten erledigen, Dinge klären, die geklärt werden müssen. Damit schafft man im Falle des eigenen Todes mehr Raum und Zeit für die Hinterbliebenen, trauern zu können.

Konzept
Wenn es schlecht läuft, begegnen Menschen dem Thema Sterben allein: als Sterbender, als Hinterbliebener, als Helfer. Dabei sind wir doch allesamt – und zwar in allen drei Rollen! – in unterschiedlichen Lebensphasen mit dem Thema konfrontiert. Wir möchten mit unserem Projektraum Zwischenraum Sterben einen Raum für Begegnung bieten und Netzwerke auf den Weg bringen.

Kurzbiographien der Akteure
Vicky Barea, Flamenco- und Bewegungskünstlerin | Elena Fennrich, Konzertpianistin | Dr. med. Stefan R. M. Fennrich, Mediziner, Arzt und Unternehmer | Wolfrik Fischer, SFX-Künstler | Wolfgang Gleixner, Musiker und Klangforscher | Norbert Kuhn-Flammensfeld, Theologe | Prof. Dr. Cornelius Pöpel, Experimenteller…

Kontakt und Informationen
Kontaktaufnahme Sie haben Ideen, Anregungen, Fragen? Oder ein anderes Anliegen? Dann schreiben Sie uns an: info@der-zwischenraum.de Informationen zur Hospiz- und Palliativversorgung in und um München Informationen über das Hospiz- & Palliativnetzwerk München (HPN-M), Serviceangebote und Antworten auf Fragen zur Hospiz-
